Wissenschaftliche Vereinigung
zur Förderung des
Immobilienjournalismus e. V.

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19.01.09

Achte Jahresumfrage der WVFI bei Immobilienjournalisten:

Finanzierungsprobleme, Notverkäufe, Insolvenzen und Abwertungsbedarf sind die Themen 2009

  • Immobilienjournalisten: Eigenheime und Kapitalanlagewohnungen für Eigennutzer und private Anleger gewinnen an Attraktivität
  • Ranking „Aktivste Pressearbeit“: Platz 1 in den einzelnen Kategorien für Jamestown, Degi, JLL, IVG und IVD



Berlin, 19. Januar 2009 – Die Wissenschaftliche Vereinigung zur Förderung des Immobilienjournalismus (WVFI e.V.) hat ihre achte Jahresumfrage bei Deutschlands führenden Immobilienjournalisten durchgeführt. Es antworteten insgesamt 35 Journalisten, darunter für Immobilienthemen zuständige Redakteure bzw. Ressortleiter von insgesamt 23 überregionalen Tages- und Wochenzeitungen, Wirtschaftsmagazinen, Fachzeitungen und Branchendiensten sowie freie Fachjournalisten.

Schlechte Aussichten für 2009 – negative Themen liegen im Trend
Deutsche Immobilienjournalisten sehen das Jahr 2009 für die Immobilienwirtschaft äußerst pessimistisch. Dies ergab die Jahresumfrage der WVFI. Im Rahmen der Befragung wurden die Immobilienjournalisten um ihre Meinung zu den bestimmenden Themen des Jahres 2009 für die deutsche Immobilienwirtschaft befragt.

Das Thema Finanzierungsprobleme wurde von 74,3 Prozent der Befragten genannt. Notverkäufe von Immobilien nannten 68,6 Prozent der befragten Immobilienjournalisten. Insolvenzen von Immobilienunternehmen und Abwertungsbedarf in Immobilienportfolios schätzten jeweils 62,9 Prozent der Umfrageteilnehmer als Thema für 2009 ein (Mehrfachnennungen waren möglich).

Die auch zur Auswahl gestellten positiven Themen wurden nur selten genannt. Lediglich 22,9 Prozent der Befragten waren der Ansicht, dass bessere Investitionschancen wegen steigender Renditen im Jahr 2009 zum Thema werden. Neue Steuervorteile oder Förderungen für Immobilien nannten 11,4 Prozent der Umfrageteilnehmer.






Immobilien zur Eigennutzung und als Kapitalanlage liegen im Trend
Immobilien zur Eigennutzung oder als Kapitalanlage gewinnen im Jahr 2009 deutlich an Attraktivität für private Anleger. An Attraktivität verlieren dürften offene Immobilienfonds und Immobilien-Aktien. Zu dieser Einschätzung gelangten die im Rahmen der WVFI Jahresumfrage befragten Immobilienjournalisten.

Die Umfrageteilnehmer wurden gefragt, welche Immobilien-Anlageform nach ihrer Einschätzung in den nächsten Monaten aus Sicht privater Anleger an Attraktivität gewinnen, beziehungsweise verlieren wird.

Dabei wurden die folgenden sechs Formen von Immobilienanlagen abgefragt:

Immobilien zur Eigennutzung, Immobilien als Kapitalanlage, offene Immobilienfonds, geschlossene Immobilienfonds (Deutschland), geschlossene Immobilienfonds (Ausland) und Immobilien-Aktien.

Die Beurteilung der einzelnen Anlageformen erfolgte jeweils durch Angabe eines Zahlenwerts auf einer Skala von -5 bis +5. Dabei bedeutete -5: „Diese Anlageform wird für private Anleger in den nächsten Monaten sehr stark an Attraktivität verlieren.“ +5 stand für: „Diese Anlageform wird für private Anleger in den nächsten Monaten sehr stark an Attraktivität gewinnen.“






Aus den dabei erhaltenen Angaben errechnete sich folgendes Ranking: Den deutlichsten Zuwachs an Attraktivität erwarten die Befragten bei Immobilien zur Eigennutzung (Gesamtergebnis +56 Punkte). Auch bei Immobilien als Kapitalanlage (+38 Punkte) rechnen die Befragten damit,

dass sie für Anleger attraktiver werden. Dagegen sind die Umfrageteilnehmer der Meinung, dass die Attraktivität der geschlossenen Immobilienfonds (Deutschland) (-11 Punkte) und der geschlossenen Immobilienfonds (Ausland) (-7 Punkte) für die Anleger etwas abnehmen wird. Spürbar an Attraktivität verlieren dürften nach Meinung der Befragten offene Immobilienfonds (-25 Punkte) sowie Immobilien-Aktien (-26,5 Punkte).

“Besonders transparente und offene Kommunikationspolitik”: Jamestown
Wie bereits in vergangenen Umfragen wurde auch diesmal nach denjenigen Unternehmen der Immobilienbranche gefragt, die für eine besonders transparente und offene Kommunikationspolitik stehen.

Jeder Befragte konnte bis zu drei Unternehmen nennen, insgesamt gab es 47 Nennungen. Aus deren Verteilung auf die genannten Unternehmen ergibt sich folgende Reihenfolge

1. Jamestown US Immobilien GmbH (19,2 %)
2. Jones Lang LaSalle GmbH, Hannover Leasing GmbH & Co. KG, IVG Immobilien AG (6,4 %)
3. DEGI Deutsche Gesellschaft für Immobilienfonds mbH, MPC Capital AG, US Treuhand Verwaltungsgesellschaft für US-Immobilienfonds mbH, RREEF Investment GmbH (jeweils 4,3 %)

Jamestown erreichte zum zweiten Mal in Folge den Spitzenplatz. Jones Lang LaSalle und IVG waren in den beiden letzten Jahren ebenfalls in der Spitzengruppe vertreten.

“Aktivste Pressearbeit”
Zum achten Mal fragte die WVFI e.V. die führenden deutschen Immobilienjournalisten danach, welche Unternehmen aus ihrer Sicht im zurückliegenden Jahr die aktivste Pressearbeit betrieben haben. Dabei wurde nach den folgenden Kategorien differenziert:

* Offene Immobilienfonds
* Geschlossene Immobilienfonds
* Immobilien-Maklerhäuser
* Immobilien-Unternehmen, die nicht zu einer der drei vorgenannten Gruppen zählen
* Immobilien-Verbände

Offene Immobilienfonds: “Aktivste Pressearbeit” Degi
Gefragt wurde, welche Kapitalanlagegesellschaft, die offene Immobilienfonds auflegt, im Jahr 2008 die aktivste Pressearbeit betrieben habe. Jeder Befragte konnte bis zu drei Unternehmen benennen – insgesamt gab es 85 Nennungen.

* DEGI Deutsche Gesellschaft für Immobilienfonds GmbH (18,8 %)
* Deka Immobilien Investment GmbH (15,3 %)
* Commerz Real AG (14,1 %)

DEGI betreibt laut Umfrage zum zweiten Mal in Folge die „Aktivste Pressearbeit“. Deka war bereits im letzten Jahr, Commerz Real, bzw. CGI mittlerweile zum siebten Mal in der Spitzengruppe vertreten.

Geschlossene Immobilienfonds: “Aktivste Pressearbeit” Jamestown
Bei den Initiatoren, die geschlossene Immobilienfonds auflegen, gab es insgesamt 79 Nennungen, wobei am häufigsten folgenden Gesellschaften eine “aktive Pressearbeit” bescheinigt wurde:

1. Jamestown US Immobilien GmbH (19 %)
2. MPC Capital AG (10,1 %)
3. HCI Capital AG, Commerz Real AG US Treuhand Verwaltungsgesellschaft für US-Immobilienfonds mbH (jeweils 7,6 %)

Damit gehört Jamestown bereits zum achten Mal, MPC bereits zum vierten Mal zur Spitzengruppe. HCI ist zum dritten Mal in Folge in der Spitzengruppe vertreten.


Immobilienmakler: “Aktivste Pressearbeit” JLL
Bei den Immobilienmaklerhäusern gab es insgesamt 89 Nennungen. Am häufigsten wurden folgende Gesellschaften benannt:

1. Jones Lang LaSalle GmbH (30,3 %)
2. Atisreal Holding GmbH (21,4 %)
3. CB Richard Ellis (18 %)

Jones Lang LaSalle erreichte damit zum siebten Mal in Folge den ersten Platz. CB Richard Ellis gehört zum vierten Mal zur Spitzengruppe. Atisreal behauptet sich seit 2007 in der Gruppe der aktivsten Maklerunternehmen.

Immobilienunternehmen: “Aktivste Pressearbeit” IVG
Bei den Immobilienunternehmen, die nicht einer der drei vorgenannten Kategorien (Fonds und Maklerhäuser) zuzuordnen sind, gab es 68 Nennungen. Am häufigsten wurden folgende Gesellschaften genannt.

1. IVG Immobilien AG (14,7 %)
2. Deutsche Wohnen AG (8,8 %)
3. DIC Asset AG (5,9 %)

IVG liegt damit zum vierten Mal in Folge in der Spitzengruppe, Deutsche Wohnen zum zweiten Mal in Folge.

Immobilienverbände: “Aktivste Pressearbeit” IVD
Die Kategorie Immobilienverbände wurde 2006 erstmals abgefragt, da die Interessenvertretungen für die Branche an Bedeutung zunehmen. In dieser Kategorie gab es 78 Nennungen. Folgenden Verbänden wurde die aktivste Pressearbeit bescheinigt.

1. IVD Bundesverband (26,9 %)
2. Zentraler Immobilien-Ausschuss ZIA (19,2 %)
3. 3. BfW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (15,4 %)

Der IVD erreichte damit zum dritten Mal in Folge den Spitzenplatz, ZIA und BfW zählten bereits im letzten Jahr zur Spitzengruppe.

Kontakt:

Wissenschaftliche Vereinigung zur Förderung
des Immobilienjournalismus e. V.
Barbara Popp
Pestalozzistraße 64
10627 Berlin

Tel. 030-72 62 76 158
Fax 030-72 62 76 1793
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