Wissenschaftliche Vereinigung
zur Förderung des
Immobilienjournalismus e. V.

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14.01.10

Neunte Jahresumfrage der WVFI bei Immobilienjournalisten:



  • Immobilienjournalisten erwarten keine Mietrechts-Reform, Wohnungs-REITs und degressive AfA, rechnen aber mit Steuervorteilen für die energetische Sanierung
  • Ranking „Aktivste Pressearbeit“ von Immobilienunter-nehmen: Platz 1 in den einzelnen Kategorien für Hannover Leasing, Aberdeen/Degi, JLL, IVG und IVD


Berlin, 14. Januar 2010 – Die Wissenschaftliche Vereini-gung zur Förderung des Immobilienjournalismus (WVFI e.V.) hat ihre neunte Jahresumfrage bei Deutschlands führenden Immobilienjournalisten durchgeführt. Es antworteten insgesamt 36 Journalisten, darunter für Immobilienthemen zuständige Redakteure bzw. Ressortleiter von insgesamt 23 überregionalen Tages- und Wochenzeitungen, Wirtschafts-magazinen, Fachzeitungen und Branchendiensten* sowie freie Fachjournalisten.



Immobilienjournalisten: Mietrechts-Reform, degressive AfA und Wohnungs-REITs kommen nicht, aber Steuervorteile für energetische Sanierung

Im Rahmen der Befragung wurden die Immobilienjournalis-ten um eine Einschätzung zu politischen Reformen mit Auswirkungen auf die Immobilienwirtschaft gebeten, wie die Reform des Mietrechts, die Wiedereinführung der degressiven AfA für Wohnungsneubauten, die Einführung von Wohnungs-REITs und die steuerliche Förderung für energetische Sanierungen. Dabei wurden die Journalisten zum einen befragt, welche Reformen aus ihrer eigenen Sichtweise wünschenswert wären und zum anderen wurden sie um eine Einschätzung gebeten, wie wahrscheinlich es aus ihrer Sicht ist, dass diese Reformen tatsächlich umgesetzt werden.

86,1 Prozent der Befragten erwarten dass es zu keiner durchgreifenden Reform des Mietrechts kommen wird. Zugleich plädieren jedoch 63,8 Prozent der Immobilienjour-nalisten für eine moderate Reform des Mietrechts.

Auch bei der Wiedereinführung der degressiven AfA für Wohnungsneubauten zeigten sich die befragten Journalisten skeptisch. 69,4 Prozent rechnen nicht damit, dass diese im Laufe der Legislaturperiode umgesetzt wird. Bei der Frage, ob die degressive AfA aus ihrer Sicht wieder eingeführt werden sollte, gab es keine klare Mehrheit bei den Befragten.

Was die Einführung von Wohnungs-REITs betrifft, so erwarten 61,1 Prozent der Befragten, dass es nicht zu einer Umsetzung kommen wird, auch wenn 50 Prozent der Journalisten dies für sinnvoll erachten würden.

Ein deutlicheres Votum gab es für die steuerliche Förderung der energetischen Sanierung. 77,8 Prozent der Umfrageteilnehmer halten Steuervorteile für die energetische Sanierung für wünschenswert. Dies ist die einzige Reform bei der die Journalisten auch glauben, dass es reelle Chancen zur praktischen Umsetzung in dieser Legislaturperiode gibt: 66,7 Prozent der Befragten rechnen damit, dass die Regierung diese Förderung einführen wird.



„Besonders transparente und offene Kommunikationspolitik“: IVG

Wie bereits in vergangenen Umfragen wurde auch diesmal nach denjenigen Unternehmen der Immobilienbranche gefragt, die für eine besonders transparente und offene Kommunikationspolitik stehen.

Jeder Befragte konnte bis zu drei Unternehmen nennen, insgesamt gab es 79 Nennungen. Aus deren Verteilung auf die genannten Unternehmen ergibt sich folgende Reihenfolge

1. IVG Immobilien AG (13,9 %)
2. Jamestown US Immobilien GmbH (8,9 %)
3. Aberdeen Asset Management Deutschland AG / DEGI (7,6 %)

IVG erreichte damit wie in den Jahren 2007 und 2006 den Spitzenplatz. Jamestown konnte sich wie in den Vorjahren in der Spitzengruppe behaupten.



„Aktivste Pressearbeit“

Zum neunten Mal fragte die WVFI e.V. die führenden deutschen Immobilienjournalisten danach, welche Unterneh-men aus ihrer Sicht im zurückliegenden Jahr die aktivste Pressearbeit betrieben haben. Dabei wurde nach den folgenden Kategorien differenziert:

– Offene Immobilienfonds
– Geschlossene Immobilienfonds
– Immobilien-Maklerhäuser
– Immobilien-Unternehmen, die nicht zu einer der drei vorgenannten Gruppen zählen
– Immobilien-Verbände



Offene Immobilienfonds: „Aktivste Pressearbeit“ Aberdeen/Degi

Gefragt wurde, welche Kapitalanlagegesellschaft, die offene Immobilienfonds auflegt, im Jahr 2009 die aktivste Pres-searbeit betrieben habe. Jeder Befragte konnte bis zu drei Unternehmen benennen – insgesamt gab es 85 Nennungen.


1. Aberdeen Asset Management Deutsch-land AG / DEGI (21,2 %)
2. Union Investment Real Estate GmbH (17,6 %)
3. Deka Immobilien Investment GmbH, Commerz Real AG (jeweils 15,3 %)

Aberdeen/DEGI betreibt laut Umfrage zum dritten Mal in Folge die „Aktivste Pressearbeit“. Deka war bereits in den letzten beiden Jahren, Commerz Real mittlerweile zum achten Mal in der Spitzengruppe vertreten.



Geschlossene Immobilienfonds: „Aktivste Pressearbeit“ Hannover Leasing

Bei den Initiatoren, die geschlossene Immobilienfonds auflegen, gab es insgesamt 83 Nennungen, wobei am häufigsten folgenden Gesellschaften eine „aktive Pressearbeit“ bescheinigt wurde:

1. Hannover Leasing GmbH & Co. KG (12 %)
2. Jamestown US Immobilien GmbH, REAL I.S. AG (jeweils 9,6 %)
3. Commerz Real AG (8,4 %)

Damit gehört Jamestown bereits zum neunten Mal, Commerz Real zum zweiten Mal zur Spitzengruppe. Hannover Leasing erreichte erstmals den Spitzenplatz.



Immobilienmakler: „Aktivste Pressearbeit“ JLL

Bei den Immobilienmaklerhäusern gab es insgesamt 93 Nennungen. Am häufigsten wurden folgende Gesellschaften benannt:

1. Jones Lang LaSalle (27,9 %)
2. CB Richard Ellis (19,4 %)
3. BNP Paribas / Atisreal (16,1 %)

Jones Lang LaSalle erreichte damit zum achten Mal in Folge den ersten Platz. CB Richard Ellis gehört zum fünften Mal zur Spitzengruppe. BNP Paribas / Atisreal behauptet sich seit 2007 in der Gruppe der aktivsten Maklerunternehmen.



Immobilienunternehmen: „Aktivste Pressearbeit“ IVG

Bei den Immobilienunternehmen, die nicht einer der drei vorgenannten Kategorien (Fonds und Maklerhäuser) zuzuordnen sind, gab es 82 Nennungen. Am häufigsten wurden folgende Gesellschaften genannt.

1. IVG Immobilien AG (14,6 %)
2. DIC Asset AG, Hochtief Projektentwicklung GmbH (jeweils 11 %)
3. Patrizia Immobilien AG (4,9 %)

IVG liegt damit zum fünften Mal in Folge in der Spitzengruppe, DIC zum zweiten Mal in Folge.



Immobilienverbände: „Aktivste Pressearbeit“ IVD

Die Kategorie Immobilienverbände wurde 2006 erstmals abgefragt, da die Interessenvertretungen für die Branche an Bedeutung gewinnen. In dieser Kategorie gab es 81 Nennungen. Folgenden Verbänden wurde die aktivste Pressearbeit bescheinigt.

1. IVD Bundesverband (25,9 %)
2. ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss (22,2 %)
3. BfW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (14,8 %)

Der IVD erreichte damit zum vierten Mal in Folge den Spit-zenplatz, ZIA und BfW zählten bereits in den letzten beiden Jahren zur Spitzengruppe.


*An der Umfrage beteiligten sich Journalisten und Redakteure folgender Medien: Die Welt, Financial Times Deutschland, Handelsblatt, Süddeutsche Zeitung, Welt am Sonntag, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Frankfurter Allgemeine Sonntags-zeitung, Börsen-Zeitung, Euro am Sonntag, Euro, Focus, Focus Money, Fondstelegramm, Der Fondsbrief, Immobilien & Finanzierung, Immobilien Manager, Immobilien Zeitung, Immobilienwirtschaft, Cash, Das Investment, Platow Brief, Portfolio International, Manager Magazin Online.



Kontakt:

Wissenschaftliche Vereinigung zur Förderung
des Immobilienjournalismus e. V.
Barbara Popp
Pestalozzistraße 64
10627 Berlin

Tel. 030-72 62 76 158
Fax 030-72 62 76 1793
E-Mail: info@wvfi.de



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