Wissenschaftliche Vereinigung
zur Förderung des
Immobilienjournalismus e. V.

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30.01.12

Elfte Jahresumfrage der WVFI bei Immobilienjournalisten:



  • Redakteure sehen erschwerte Finanzierungsbedingungen als größte Herausforderung für Immobilienunternehmen

  • Ranking „Aktivste Pressearbeit“: Platz 1 in den einzelnen Kategorien für IVG, Deka, Hannover Leasing, JLL und ZIA.


Berlin, 30. Januar 2012 – Die erschwerten Finanzierungsbedingungen aufgrund der Finanzkrise sind die größte Herausforderung für Immobilienunternehmen im Jahr 2012. Dies ist eines der Ergebnisse der elften Jahresumfrage der Wissenschaftlichen Vereinigung zur Förderung des Immobilienjournalismus (WVFI e.V.) unter Immobilienjournalisten in Deutschland. Auf die Frage nach der größten Belastung beziehungsweise Herausforderung für Immobilienunternehmen im kommenden Jahr nannten 25 Umfrageteilnehmer das Thema Finanzierung. Mit deutlichem Abstand folgten die Auswirkungen der schlechten Konjunktur auf den Büromarkt und der schwierige Einkauf von Immobilien aufgrund der Konzentration auf Core-Objekte, die jeweils fünfmal genannt wurden.

Insgesamt beteiligten sich in diesem Jahr 37 Journalisten an der Umfrage, darunter für Immobilienthemen zuständige Redakteure beziehungsweise Ressortleiter von 18 überregionalen Tages- und Wochenzeitungen, Wirtschaftsmagazinen, Fachzeitungen und Branchendiensten sowie freie Fachjournalisten.



Finanzierungsprobleme und die Wiederöffnung / Abwicklung offener Immobilienfonds werden 2012 die bestimmenden Themen in der Presse sein

Im Rahmen der Umfrage wurden die Journalisten um ihre Einschätzung zu der Frage gebeten, welche für die Immobilienwirtschaft relevanten Themen in der Presse 2012 bestimmend sein werden, wobei Mehrfachnennungen möglich waren.

Mit 27 von insgesamt 106 Nennungen wurden auch bei dieser Frage Finanzierungsprobleme am häufigsten genannt. Das Thema Wiederöffnung / Abwicklung offener Immobilienfonds folgte mit 24 Nennungen an zweiter Stelle. Ebenfalls häufiger erwähnt wurden die Themen Wohnimmobilie als Inflationsschutz und Regulierung für geschlossene Fonds mit 17 beziehungsweise 13 Nennungen. Vergleichsweise geringe Relevanz für die Presse wurde demgegenüber den Themen Energetische Sanierung und Green Buildings / Nachhaltigkeit zugesprochen, die jeweils nur achtmal und damit am seltensten genannt wurden.



"Besonders transparente und offene Kommunikationspolitik": IVG Immobilien AG

Wie bereits in vergangenen Umfragen wurde auch diesmal nach denjenigen Unternehmen der Immobilienbranche gefragt, die für eine besonders transparente und offene Kommunikationspolitik stehen.

Jeder Befragte konnte bis zu drei Unternehmen nennen, insgesamt gab es 96 Nennungen. Aus deren Verteilung auf die genannten Unternehmen ergibt sich folgende Reihenfolge:

1. IVG Immobilien AG (18,8 %)
2. Jones Lang LaSalle (11,5 %)
3. Hannover Leasing GmbH & Co. KG (8,3 %)

Damit erreichte die IVG Immobilien AG – wie bereits in den Jahren 2011, 2010, 2007 und 2006 – einmal mehr den Spitzenplatz. Jones Lang LaSalle konnte sich um einen Platz verbessern; während der Vorjahreszweite Hannover Leasing auch diesmal wieder zur Spitzengruppe gehört.



"Aktivste Pressearbeit"

Zum elften Mal fragte die WVFI e.V. die führenden deutschen Immobilienjournalisten danach, welche Unternehmen aus ihrer Sicht im zurückliegenden Jahr die aktivste Pressearbeit betrieben haben. Dabei wurde nach den folgenden Kategorien differenziert:

  • Offene Immobilienfonds
  • Geschlossene Immobilienfonds
  • Immobilien-Maklerhäuser
  • Immobilien-Unternehmen, die nicht zu einer der drei vorgenannten Gruppen zählen
  • Immobilien-Verbände



Offene Immobilienfonds: Deka Immobilien Investment GmbH

Gefragt wurde, welche Kapitalanlagegesellschaft, die offene Immobilienfonds auflegt, im Jahr 2011 die aktivste Pressearbeit betrieben habe. Jeder Befragte konnte bis zu drei Unternehmen benennen – insgesamt gab es 101 Nennungen.

1. Deka Immobilien Investment GmbH (23,8 %)
2. Union Investment Real Estate GmbH (22,8 %)
3. RREEF und SEB Asset Management AG (je 14,9 %)

Deka konnte sich damit noch vor dem Vorjahresersten Union Investment platzieren und führt zum ersten Mal das Ranking an. An dritter Stelle lagen RREEF und SEB gleichauf.



Geschlossene Immobilienfonds: Hannover Leasing GmbH & Co. KG

Bei den Initiatoren, die geschlossene Immobilienfonds auflegen, gab es insgesamt 84 Nennungen, wobei am häufigsten den folgenden Gesellschaften eine „aktive Pressearbeit“ bescheinigt wurde:

1. Hannover Leasing GmbH & Co. KG (23,8 %)
2. REAL I.S. AG (20,2 %)
3. Fondshaus Hamburg GmbH & Co. KG (13,1 %)

Den Spitzenplatz belegte, wie schon in den beiden Vorjahren, Hannover Leasing. Real I.S. erreichte zum zweiten Mal in Folge den zweiten Platz, während das Fondshaus Hamburg erstmalig in der Spitzengruppe vertreten ist.



Immobilienmakler: Jones Lang LaSalle

Bei den Immobilienmaklerhäusern gab es insgesamt 100 Nennungen. Am häufigsten wurden folgende Gesellschaften benannt:

1. Jones Lang LaSalle (31,0 %)
2. CB Richard Ellis (26,0 %)
3. Savills (10,0 %)

Jones Lang LaSalle kam nunmehr bereits zum zehnten Mal in Folge auf Platz eins des Rankings. CB Richard Ellis ist bereits zum vierten Mal in der Spitzengruppe vertreten, während Savills erstmals der Sprung unter die ersten drei gelang – dicht gefolgt übrigens von DTZ und BNP Paribas auf Rang vier und fünf mit jeweils nur einer Nennung Abstand.



Immobilienunternehmen: IVG Immobilien AG

Bei den Immobilienunternehmen, die nicht einer der drei vorgenannten Kategorien (Fonds und Maklerhäuser) zuzuordnen sind, gab es 96 Nennungen. Am häufigsten wurden folgende Gesellschaften genannt:

1. IVG Immobilien AG (21,9 %)
2. GSW Immobilien AG (16,7 %)
3. Hochtief Projektentwicklung GmbH (10,4 %)

Die IVG verteidigte damit ihre Spitzenplatzierung aus den letzten beiden Jahren. Die GSW konnte sich zum ersten Mal in der Spitzengruppe etablieren, und Hochtief gehörte bereits in den letzten beiden Jahren zu den drei meistgenannten Unternehmen dieser Kategorie.



Immobilienverbände: Zentraler Immobilien Ausschuss

Die Kategorie Immobilienverbände wurde 2006 erstmals abgefragt, da die Interessenvertretungen für die Branche zunehmend an Bedeutung gewinnen. In dieser Kategorie gab es 99 Nennungen. Folgenden Verbänden wurde die aktivste Pressearbeit bescheinigt:

1. ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss (27,3 %)
2. IVD Bundesverband (24,2 %)
3. GdW (14,1 %)

Der ZIA erreicht damit zum ersten Mal den Spitzenplatz, während der Vorjahressieger IVD auf Platz zwei kam. Der GdW lag auf Platz drei und erreichte damit, wie bereits in den Jahren 2007 und 2008, wieder die Spitzengruppe.



Kontakt:
Sebastian Schmidt
Wissenschaftliche Vereinigung zur Förderung
des Immobilienjournalismus e. V.
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12167 Berlin

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